Besonders beeindruckt hat mich die Wärme und Offenheit der Menschen. Man wird oft sehr schnell aufgenommen und unterstützt, auch wenn man sich nicht kennt.
Jana’s Reise nach Mexiko war eine intensive und persönliche Erfahrung, bei der sie das Land weit über den typischen Tourismus hinaus kennenlernen durfte. Während ihres Aufenthalts in Sayulita arbeitete sie gemeinsam mit Kindern in einer sozialen Einrichtung und konnte dadurch einen authentischen Einblick in den Alltag, die Kultur und die gesellschaftlichen Herausforderungen vor Ort gewinnen. Besonders die Herzlichkeit der Menschen und der starke Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft haben sie nachhaltig beeindruckt.
Neben der Projektarbeit verbrachte sie viel Zeit mit neuen Bekanntschaften aus dem Hostel, erkundete verschiedene Strände und entdeckte ihre Begeisterung fürs Surfen. Vor allem der ruhige Strand La Lancha wurde für sie zu einem besonderen Ort, an dem sie zum ersten Mal richtig abschalten und den Moment genießen konnte.
Die Reise hat ihr gezeigt, wie wertvoll Offenheit, Gelassenheit und zwischenmenschliche Begegnungen sein können. Gleichzeitig konnte sie ihr Spanisch verbessern, ihr Verständnis für die lateinamerikanische Kultur vertiefen und persönlich enorm wachsen.
Ich habe mich schon immer für Lateinamerika interessiert. Mit 18 war ich zum ersten Mal in Kolumbien, habe danach angefangen, mir selbst Spanisch beizubringen und bin später für mehrere Monate nach Argentinien und Bolivien sowie für ein paar Wochen nach Mexiko gereist. Mexiko habe ich damals nur kurz erlebt, deshalb wollte ich das Land noch einmal bewusster und intensiver kennenlernen und wirklich tiefer in Kultur und Alltag eintauchen.
Mit der Vorbereitung habe ich ungefähr vier Monate vor der Abreise begonnen. Der Schwerpunkt lag dabei klar auf meinem Spanisch, weil mir wichtig war, mich vor Ort gut verständigen zu können – besonders auch im Arbeitsalltag. Da ich schon einige Reiseerfahrung mitgebracht habe und WanderWorld viele organisatorische Dinge übernommen hat, inklusive Vorbereitungsunterlagen und einem Online-Info-Termin, habe ich mir über die reine Planung relativ wenig Gedanken gemacht. Stattdessen habe ich mich vor allem darauf konzentriert, wie die Arbeit vor Ort konkret aussehen wird, wie die Kommunikation funktionieren könnte und wie ich mich sinnvoll in die Organisation einbringen kann.
Zu Beginn gab es leider einige Schwierigkeiten. Nach dem langen Flug bekam ich starke Rücken- und Nackenschmerzen, die so schlimm wurden, dass ich ins Krankenhaus musste. Zum Glück hat dort alles gut funktioniert und ich war innerhalb einer Woche wieder fit. Sehr hilfreich war auch, dass ich WanderWorld jederzeit über WhatsApp erreichen konnte. Sie haben mich über Krankenhäuser in der Umgebung informiert und mir das Gefühl gegeben, nicht allein zu sein. Außerdem war ich sehr dankbar für die Unterstützung meiner Freundin, die mich überallhin begleitet und mir viel Sicherheit gegeben hat.
Insgesamt war mein Eindruck vor Ort durchweg positiv. Sayulita ist ein kleiner, gemütlicher Ort, in dem alles gut zu Fuß erreichbar ist und der sich sehr sicher anfühlt. Überall gibt es Surfshops, kleine Cafés und Restaurants. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und man fühlt sich direkt entschleunigt. Auch die Erfahrung in der Arbeit war von Anfang an sehr positiv. Die Leiterin der Einrichtung war unglaublich freundlich und hilfsbereit und hat uns sehr herzlich empfangen. Man merkt sofort, dass es ihr Herzensprojekt ist, was uns zusätzlich motiviert hat und dazu beigetragen hat, dass wir uns direkt wohlgefühlt haben.
Abseits der Arbeit war ich viel mit meiner Mitreisenden und den Leuten aus dem Hostel sowie aus Sayulita unterwegs. Dabei sind viele spontane Kontakte entstanden, mit denen wir teilweise heute noch Kontakt haben. Wir haben an Karaoke-Abenden teilgenommen, gemeinsam Musik oder Yoga gemacht. Außerdem waren wir viel unterwegs, haben unterschiedliche Strände erkundet und generell viel Zeit in der Natur verbracht.
Ein besonderes Highlight war für mich das Surfen. Ich habe dort zum ersten Mal überhaupt gesurft und war direkt begeistert. Die Bedingungen rund um Sayulita waren dafür ideal, und wir haben jede freie Gelegenheit genutzt, ins Wasser zu gehen.
Die Erfahrung mit der Kultur war einzigartig. Besonders in der Arbeit mit Kindern lernt man ein Land noch einmal aus einem ganz neuen Hintergrund kennen. Man versteht die Schwierigkeiten von strukturellen Problemen aus einer ganz neuen Perspektive und wie sich diese auf die Menschen auswirken, die auf Hilfe, Unterstützung und Förderung angewiesen sind.
Aber es sind nicht nur die negativen Dinge. Ganz im Gegenteil. Viel mehr konnten wir lernen, wie sich Menschen gegenseitig unterstützen, wie ein tiefer Zusammenhalt in einer Gemeinschaft entsteht, wie eben nicht immer jeder Tag exakt durchgeplant sein muss oder wie viel die Natur eigentlich zu bieten hat.
Wir konnten unglaublich viel von den Kindern lernen. Sie haben uns zum Beispiel Blumen gezeigt, die man essen kann, oder uns neue spanische Wörter beigebracht. Außerdem hat die Gründerin der Einrichtung eine Schlüsselrolle in unserer Erfahrung gespielt. Sie unterstützt das Dorf, wo immer sie kann, und investiert ihre Freizeit darin, den Kindern eine Zukunft zu bieten und ihnen Wärme und Sicherheit zu geben. Sie ist kein Mensch, der viel redet, sondern einer, der macht und etwas Wertvolles auf der Welt hinterlässt. Davon können sich viele Menschen etwas abschauen.
Ein Ort, der mich besonders fasziniert hat, war der Strand La Lancha. Er ist sehr ruhig, weitläufig und wirkt fast unberührt. Für mich war er perfekt zum Surfen lernen, aber auch einfach, um dort den Tag zu verbringen. Was diesen Ort besonders gemacht hat, war vor allem die Ruhe. Ich habe dort zum ersten Mal wirklich das Gefühl gehabt, komplett herunterzukommen. Im Gegensatz zu meiner Heimat, wo oft alles schnell gehen muss und der Alltag sehr getaktet ist, war dort alles viel langsamer und entspannter. Genau dieser Kontrast hat den Ort für mich so besonders gemacht.
Ich habe in einer gemeinschaftlichen Unterkunft gewohnt und mir dort ein Zimmer mit meiner Freundin geteilt. Besonders am Anfang ging das Eingewöhnen sehr schnell, da die Atmosphäre insgesamt offen und familiär war. Durch die vielen Menschen vor Ort entstanden immer wieder spontane Begegnungen und Gespräche, ohne dass man das aktiv planen musste. Dadurch hat sich der Alltag sehr natürlich entwickelt und man war schnell in ein soziales Umfeld eingebunden.
Im Vergleich zu meinem Leben zu Hause war das alles deutlich ungeplanter und lebendiger, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Wenn ich mich zurückziehen wollte, konnte ich Yoga auf dem Dach machen oder mich einfach in mein Zimmer zurückziehen. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Hostelleben überfordernd war – im Gegenteil, ich fand es sehr bereichernd und habe viele interessante Menschen kennengelernt.
Es ist definitiv eine Erfahrung, bei der man lernt, Anspannung loszulassen und Dinge etwas mehr auf sich zukommen zu lassen. Gleichzeitig kann man viel von der Lebensweise und Einstellung der Menschen dort lernen. Besonders beeindruckt hat mich die Wärme und Offenheit der Menschen. Man wird oft sehr schnell aufgenommen und unterstützt, auch wenn man sich nicht kennt. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, wachsam zu bleiben und ein gesundes Maß zwischen Vertrauen und Vorsicht zu finden.
Was ich außerdem mitgeben kann: Man sollte sich bewusst sein, dass jedes Land in Lateinamerika sehr unterschiedlich ist. Es lohnt sich daher, sich vor jeder Reise individuell zu informieren und nicht alles über einen Kamm zu scheren. Ganz wichtig ist außerdem eine gute Auslandskrankenversicherung. Informiert euch am besten im Vorfeld gut oder fragt auch WanderWorld um Rat. Wichtig ist zudem, wirklich die Sprache zu sprechen. Auch wenn in touristischen Orten wie Sayulita teilweise Englisch gesprochen wird, ist Spanisch entscheidend, um wirklich Teil des Alltags und der Kultur zu werden.
Für die Zukunft würde ich gerne noch Peru bereisen, aktuell zieht es mich aber erstmal eher zurück nach Mexiko, um dort noch mehr Zeit zu verbringen.
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