Ich denke, dass Kolumbien einfach ein Land ist, das einen unglaublich faszinierenden Charakter hat und in dem man über sich hinauswachsen und Abenteuer erleben kann.
Manuel erfüllte sich mit seiner Reise nach Kolumbien den Traum, Lateinamerika hautnah zu erleben. Während seines Hostel Experience Projekts in Santa Marta lernte er Menschen aus aller Welt kennen, entdeckte beeindruckende Orte wie den Tayrona Nationalpark und die Ciudad Perdida und lernte sich selbst besser kennen. In seinem Erfahrungsbericht nimmt er dich an seinen ersten Tagen im Projekt mit, erzählt von seinem Alltag, seinen Begegnungen mit den Menschen und warum Kolumbien ihn nachhaltig begeistert hat.
Ich wurde durch ein Buch über einen Backpacker in Südamerika zu meiner Reise inspiriert. Nachdem darin so viel von den herzlichen Menschen und den wunderschönen Landschaften erzählt wurde, habe ich den Plan gefasst, auch in ein Land innerhalb Südamerika zu reisen. Nach Kolumbien hat es mich vor allem aufgrund der lebhaften Kultur, vielseitigen Natur und Musik (sowohl traditionell als auch „Reggaeton“) gezogen.
Ich habe mich im Voraus viel über mein Reiseland Kolumbien informiert: Welche Städte und Regionen es gibt, was man dort unternehmen kann, und was die Kultur bereithält.
Danach ging ich ins Packen über und nutzte dabei die Pack-Checkliste von WanderWorld sowie die vielen weiteren nützlichen Reiseinformationen und Vorbereitungscalls. Dieses Eintauchen in die Reiseplanung hat mir Spaß bereitet, ich war voller Vorfreude – vor allem, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hatte gut betreut zu sein und mich bei Fragen an WanderWorld richten zu können.
Die Flüge habe ich dann schließlich ca. 3 Monate vorher gebucht.
Vor meiner Reise war ich vor allem gespannt, welche Erfahrungen auf mich warten werden, da ich keine richtige Vorstellung hatte. Richtig aufgeregt war ich dann erst langsam am Abend der Abreise, bevor mein Flug nachts startete.
Bei der Ankunft war ich erst einmal damit beschäftigt, die vielen neuen Eindrücke nach dem langen Flug und der kurzen Nacht auf mich wirken zu lassen.
Ich habe mich aber vor Ort auf Anhieb wohl gefühlt und es hat mir sehr viel Spaß bereitet, mit meiner Volunteer-Kollegin die Stadt zu erkunden.
Der Einführungstag war entspannt und ich habe viel über Kolumbien und die Stadt Cartagena von Jan erfahren und habe nochmal vor Ort aufgekommene Fragen stellen können. Mir hat es gefallen, dass wir auch zusammen Mittag essen waren, SIM-Karten erhalten haben und dies alles im Preis inkludiert war.
Die ersten Tage im Projekt habe ich zunächst einmal das Hostel und die Abläufe kennenlernen dürfen. So richtig eingelebt hatte ich mich dann etwa nach der ersten Woche, nach der ich mich dann schon gut mit dem anderem Hostel-Personal anfreunden konnte und mich etwas in der Gegend auskannte.
Meine Aufgabe war es, von Donnerstag bis Sonntag die Abendschichten an der Bar auf der Dachterrasse (18:00 -24:00 Uhr) zu übernehmen. Dort hat es mir besonders Freude bereitet, auf die Gäste zuzugehen und sie kennenzulernen, dabei auf viele interessante und inspirierende Menschen zu treffen sowie auch Reisetipps zu erhalten.
Das war zugleich auch das, was ich mir aus der Zeit mitnehmen konnte: Aktiv auf neue Leute zugehen, Gespräche suchen und so ganz natürlich auch neue Bekanntschaften zu knüpfen.
Mit der Hostel-Leitung habe ich mich super verstanden und vor allem ein anderer Volunteer aus Kolumbien hatte immer ein offenes Ohr für mich und hat mir auf Englisch alle möglichen Fragen über Kolumbien und über das Hostel beantworten können.
Da ich wusste, dass ich mich jederzeit beim WhatsApp-Support von WanderWorld melden kann und ich auch aktiv angeschrieben wurde, habe ich mich rundum gut betreut gefühlt.
Meine Freizeit habe ich oft mit einer anderen Freiwilligen, die in einem Hostel zwei Straßen weiter gearbeitet hat, verbracht und ansonsten war ich auch mit Gästen, die ich kennen gelernt habe in meiner Freizeit unterwegs. Gerade die vielen Strände in der Umgebung von Santa Marta (Playa Rodadero, Playa Blanca, Playa Grande, …) waren sehr vielseitig und haben mir gefallen.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Ausflug zum Tayrona Nationalpark und mein absolutes Highlight war die viertägige Trekking-Tour zur „Ciudad Perdida“: Eine intensive Wanderung, bei der ich an meine Grenzen gegangen bin und mein Spanisch durch die vielen Gespräche mit meinem Tourguide verbessern konnte.
In diesem Umfang habe ich zum ersten Mal Unternehmungen ganz alleine gemacht, wie zum Beispiel für einen Tagesauflug zu einem nahegelegenen Strand zu fahren, Abends feiern zu gehen, die Stadt zu erkunden oder essen gehen. In diesem Sinne bin ich definitiv über mich hinausgewachsen.
Ich habe mich in Kolumbien sehr willkommen gefühlt und habe vor allem die offene, ehrliche Art zu schätzen gewusst.
In den ersten Tagen hatte ich mich noch nicht an die Währung gewöhnt und zum Beispiel öfter mal 50 statt 5 Pesos gegeben, doch wurde ich stets bei der Bezahlung darauf aufmerksam gemacht.
Am meisten überrascht hat es mich, wie entspannt das Leben vor Ort angegangen wird: Die Menschen leben mehr in den Tag hinein, machen sich weniger Sorgen und alles läuft deutlich entspannter. Beispielsweise werden die Artikel an der Supermarktkasse in aller Seelenruhe gescannt und niemand hetzt durch den Laden.
Ich habe von den Menschen vor Ort lernen können, dass man auch mit niedrigeren Lebensstandards ein glückliches und erfülltes Leben führen kann und vieles einfach von der inneren Einstellung abhängt.
Während meiner viertägigen Wandertour durch den Dschungel, am Weg zur „Ciudad Perdida“, habe ich mit meinem kolumbianischen Guide eine sehr intensive Zeit erlebt. Da ich der Einzige war, der die Tour am entsprechenden Tag begonnen hat, war niemand anders in meiner Gruppe und wir haben uns intensiv unterhalten: Er hat dabei sein Englisch verbessert und ich mein Spanisch.
Am Ende der Tour habe ich mich nochmal auf WhatsApp für die wunderschöne Zeit bedankt und ihm alles Gute für sich und seine Familie gewünscht. Daraufhin hat er mir geantwortet, dass er die Zeit auch sehr genossen hat, die lustige Tour mit mir nie vergessen wird und dass ihn meine Nachricht zu Tränen gerührt hat. Diese Reaktion und die Begegnung mit ihm hat mich sehr bewegt und auch ich werde sie in Erinnerung halten.
Ich denke, dass ich durch meine offene und freundliche Art auch vielen Kolumbianer*innen interessante Eindrücke aus Deutschland geben konnte und sie dadurch vielleicht auch auf eine gewisse Weise inspiriert wurden. Ich denke, anderen Personen würde ich vor allem auch raten, genauso offen und freundlich auf andere Menschen zuzugehen, wie sie es in Kolumbien tun.
Mich hat während meiner Reise die Stadt Cali besonders fasziniert. Die Stadt war voller Künstler und man hat die Leidenschaft für Salsa spüren können. Dies wurde vor allem ersichtlich, als ich einen sehr schönen Abend in der „Calle del Sabor“ verbringen durfte. Hier versammeln sich abends viele Leute und tanzen und musizieren zusammen auf der Straße.
Ich habe am Anfang in einem Schlafsaal mit anderen Gästen geschlafen, zum Ende hin gab es einen Schlafraum nur für die Volunteers.
Ich habe mich dort stets wohl gefühlt und gut geschlafen, auch wenn man sich in Bezug auf Hygiene daran gewöhnen musste, sich mit anderen Personen den Raum und das Badezimmer zu teilen.
Ich denke, dass Kolumbien einfach ein Land ist, das einen unglaublich faszinierenden Charakter hat und in dem man über sich hinauswachsen und Abenteuer erleben kann.
Ich würde es jedem empfehlen, dem die Musik und Kultur zusagt und der nicht einfach eine möglichst besinnliche Reisezeit haben, sondern wirklich etwas erleben möchte.
Besonders die vielfältige Natur und die sich wirklich sehr unterscheidenden Städte (Klima, Sehenswürdigkeiten, Leute) innerhalb des riesigen Landes Kolumbien haben mich besonders fasziniert. Man kann hier wirklich sehr viele und unterschiedliche Abenteuer erleben!
Des Weiteren hat es mir besonders die offene, freundliche und entspannte Art der Menschen angetan und ich denke, dass dies nicht meine letzte Reise nach Südamerika war. Ich kann mir vorstellen, auch in Zukunft andere Länder wie Peru & Panama zu besuchen.
Wenn ich Kolumbien in drei Worten beschreiben sollte, wären diese herzlich, laut und abenteuerlich!
In Bezug auf das Thema Sicherheit, habe ich verschiedene Eindrücke gesammelt.
In Santa Marta habe ich mich ziemlich sicher gefühlt und bin auch häufig allein unterwegs gewesen. Es gibt einige Aspekte, wie die Präsenz von Obdachlosen auf der Straße, die man aus Deutschland nicht gewöhnt ist, die in Kolumbien allerdings zum Alltag gehören. Leider habe ich auch einen Korruptionsfall miterlebt oder dass die Polizei aus fadenscheinigen Gründen von einer bekannten Person Geld gefordert hat.
In meiner freien Reisezeit hatte ich leider auch ein paar Erlebnisse, in denen ich mich in manchen Gegenden unsicher gefühlt habe oder unbeabsichtigt abends in gefährliche Zonen gelaufen bin.
Ich würde zukünftigen Teilnehmern raten, sich genau zu informieren welche Gegenden sicher sind und sich ab circa 21:00 Uhr am besten nur noch in größeren Gruppen zu bewegen, gerade wenn man sich etwas vom direkten touristischen Zentrum entfernt. Mir wurde erzählt, dass anders als in Deutschland schon ab dem fortgeschrittenen Abend selbst die Einheimischen vor allem in Großstädten nicht mehr alleine durch wenig belebte Gassen gehen und sich eher mit dem Auto oder Taxi direkt zum Zielort begeben.
Ich habe zum Einen meine sozialen Fähigkeiten nochmal deutlich verbessern können, indem ich auf so viele Menschen zugegangen bin und Kontakte geknüpft habe, und gleichzeitig auch gelernt, Zeit alleine mit mir zu verbringen und unabhängig von anderen das zu unternehmen, worauf ich gerade Lust habe.
Zudem habe ich eine gewisse Resilienz entwickelt, auch wenn etwas nicht glatt läuft, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht aufzugeben und immer möglichst positiv zu denken.
Ich bin stolz auf mich, dass ich mich spürbar weiterentwickeln konnte und die ganze Reise lang gut zurechtkam und meine Weiterreise selbst strukturiert habe.
Man sollte sich für Lateinamerika faszinieren können und vor allem offen und anpassungsfähig sein. Genau in diesem Bereich habe ich mich auch weiterentwickeln können, da ich häufig improvisieren musste und viele Leute kennenlernen durfte.
Hier können wir gemeinsam deine Reise planen und über deine Vorstellungen sprechen.
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