Wenn ihr Zweifel habt: Macht es umso mehr!
Die Reise nach Kolumbien wurde für Laura zu einem lebensverändernden Abenteuer. Nach intensiver Vorbereitung erfüllte sie sich den Traum eines Auslandsaufenthalts in Lateinamerika. In Cartagena, Santa Marta, Taganga und Minca lernte sie nicht nur die farbenfrohe Kultur, die herzlichen Menschen und die beeindruckende Natur Kolumbiens kennen, sondern auch viel über sich selbst. Durch ihr Volontariat bei unserem Tauchschulprojekt konnte sie ihre Kreativität einbringen, inspirierende Menschen kennenlernen und persönliche Stärke entwickeln. Trotz kleiner Herausforderungen überwog die Freude am Entdecken, Lernen und Wachsen – eine Erfahrung, die sie jedem ans Herz legt, der mit dem Gedanken spielt, ein Auslandsjahr in Lateinamerika zu wagen.
Lateinamerika hat schon mich immer angezogen und ich hatte die Idee im Hinterkopf, mal für ein paar Monate zu reisen. Ungefähr 8 Monate vor der Reise hatte ich mich dazu entschlossen und 6 Monate vorher war es klar: Ich mache das jetzt!
Diese 6 Monate waren turbulent: Neben den Reisevorbereitungen musste ich mein Masterstudium beenden, aus dem Wohnheim ausziehen, Lager mieten, etc. Es war anstrengend, aber auch spannend und das Schöne war: Man sieht einerseits wie viel man alleine hinkriegen kann und andererseits, dass ich tolle Freunde habe, auf die ich zählen kann und eben nicht wirklich alleine bin.
Ich habe mich oft gefragt, ob ich alles, was ich brauche, vorher schaffe, der Zeitdruck war da. Ob ich nicht scheitern könnte, weil ich zum Beispiel meine Reiseimpfungen nicht rechtzeitig kriege. Ob irgendwas mit meinem Studium schiefläuft. Aber: Am Ende hat alles funktioniert!
WanderWorld war viel für mich da, sei es wegen meiner Unsicherheiten oder wegen konkreten Verständnisfragen. Außerdem waren sie immer empathisch und verständnisvoll und haben mich stets ermuntert, wenn es mal düster aussah.
Meine ersten Tage waren wundervoll. Der ganze Stress fiel von mir ab, als ich im Flieger von Bogota nach Cartagena saß und die Energie und Freude auf das Abenteuer die Überhand nahmen. Das Hostel war schön und das Tolle am Backpacking ist: Man lernt nette, offene und inspirierende Menschen kennen. Zwar haben sich ein paar negative Eindrücke bestätigt (Catcalling und Vorsicht vor der Kriminalität), aber damit kann man schnell einen guten Umgang finden und die positiven Eindrücke sind geblieben.
Am Einführungstag hatten wir eine tolle Tour durch Cartagena und wurden köstlich kulinarisch verwöhnt – in die kolumbianische Küche habe ich mich sehr verliebt! Auch der erste Abend im Volontariat war der Hammer- zufällig gab es ein Barbecue und ich wurde herzlich eingeladen und war auch schnell Teil der Ocean Lovers Family. Die anderen Volunteers waren ebenfalls unfassbar inspirierende und beeindruckende Persönlichkeiten.
Nach zwei, drei Tagen habe ich mich eingelebt, für meine Verhältnisse sehr schnell.
Ich durfte administrative Aufgaben übernehmen und die Tauchausrüstung warten, später kam noch Social Media Content und die Social Activities hinzu, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Ich konnte meine Kreativität und meine Moderationsfähigkeit voll ausleben. Meine Arbeitskollegen und -kolleginnen waren unglaublich lieb, haben mir stets ein gutes Gefühl gegeben und mir freie Hand gelassen, um mich komplett zu entfalten.
Lisi ist die beste Chefin, die ich je hatte – sie war geduldig, auch wenn es stressig war, hat Arbeitsaufträge glasklar formuliert und meine Stärken gesehen und mir Aufgaben zugeteilt, die ich besser beherrscht habe. Häufig muss man seine Chefs umso was bitten – das Lisi das von sich aus gemacht hat, war einfach toll. Ich schätze sie sehr und kann mit und für sie arbeiten absolut weiterempfehlen.
Ich habe viel Zeit mit Hotelgästen, Arbeitskollegen und natürlich auch mit mir selbst verbracht, es war eine wundervolle Balance.
Santa Marta, die Natur und Bars von Taganga und Minca waren superschön. Vor allem kann ich in Taganga den Sunset Mirador Walk empfehlen, wegen der wundervollen Farben und der Aussicht. In Minca war der Kontrast atemberaubend: erst die heiße, bunte, laute Karibikküste mit Kakteen – und 40 Minuten später war man im stillen Dschungel umgeben von Schmetterlingen und Kolibris im kühlen Wasserfall.
Die Menschen in Kolumbien sind herzlich, fröhlich, hilfsbereit und großzügig – das fand ich klasse! Ich habe mich schnell willkommen gefühlt. Es hat mich positiv überrascht, dass dieses Klischee über Lateinamerika zutrifft und hat die Zeit vor Ort hat mir gelernt, dass ich selbst gerne großzügiger sein möchte.
Mein schönster Moment war, als ich auf einer Anhöhe in Minca einen Kaffee getrunken habe und einen Tukan-ähnlichen Vogel gesehen hab. Ich weiß nicht, ob es wirklich einer war, aber ich habe mich wie im Paradies gefühlt und gemerkt, wie wunderschön das Leben ist und dass sich die Arbeit vorher mehr als gelohnt hat.
Jardín und Minca waren eindeutig meine Lieblingsorte. Die Landschaften, die Ruhe, die Architektur und im Einklang mit meinen Bedürfnissen und mit mir selbst sein. Das war eine Erfahrung, die ich so noch nicht erlebt hatte! Sowohl die Natur war anders als die Heimat, aber auch die Architektur – Deutschland ist schön, aber die effizienten Hausfarben (Weiß, Beige, Grau, Hellblau) ziehen mich nicht an. Das Bunte in Kolumbien und die tropischen Pflanzen waren genau meins.
Ich habe mich unglaublich wohl im Hostel gefühlt (besonders, da mein letztes Zimmer im Studentenwohnheim nicht ideal war). Mit den Gästen haben wir in einem top ausgestatteten, hellen, freundlichen Hostelzimmer gewohnt. Trotz wenig Privatsphäre war es klasse, zumal das Rooftop und der Hof ebenfalls sehr hübsch gestaltet waren.
Lateinamerika ist anders und das meine ich positiv, daher empfehle ich es. Wenn ihr Zweifel habt: Macht es umso mehr!
WanderWorld ist wundervoll, wenn man vorher noch nie Backpacking gemacht hat und quasi nicht weiß „wo man anfangen soll“. Man kriegt wertvolle Tipps und Unterstützung, die ich nicht missen möchte.
Das Besondere an meinem Aufenthalt war wirklich zu merken, dass man auf einem anderen Kontinent war, ganz woanders. Die Landschaft, das Wohnen, das Essen, alles war anders. Lateinamerika ist fröhlich, intensiv und bunt – so sind die Menschen, der Lebensstil, das ganze Leben in Lateinamerika.
Welches Land ich in Lateinamerika noch sehen will? Alle!
Ich musste einen Umgang mit dem Catcalling finden, da habe ich mich häufig gestresst gefühlt. Es war auch wichtig, dass man vor der Dunkelheit daheim war. An das muss man sich erst gewöhnen, aber es klappt. Viele Leute haben große Angst vor Lateinamerika und der Kriminalität. Aber: solange man sich an die Regeln hält (immer auf die Tasche aufpassen, an einigen Orten im Dunkeln nicht mehr hinaus, abends ein Uber nehmen, Partys nur in Gruppen, denen man vertraut) passt alles, von daher: nicht entmutigen lassen!
Mein Horizont hat sich insofern erweitert, dass ich so viele verschiedene Lebensweisen kennenlernen durfte, die ich inspirierend fand. Ich möchte mein Geld noch bewusster nutzen, um mein Leben schöner zu gestalten und anderen gegenüber großzügiger zu sein.
Allein zu reisen hat mich geprägt und ich bin selbstständiger geworden, entspannter, noch flexibler, netter zu mir, wenn ich Fehler mache. Ich weiß noch genauer, was ich will und stehe dazu. Auf all das bin ich sehr stolz.
Interessen, die man besonders in diesem Projekt haben sollte: Das Meer und die Natur, Abenteuern und Gruppenaktivitäten.
Freundlichkeit, Begeisterungsfähigkeit, ein Bewusstsein für Natur- und Umweltschutz sind auf jeden Fall von Vorteil, da sich das Volontariat sehr um diese Themen dreht. Und man sollte nicht zu introvertiert sein – Kolumbianer:innen sind sehr sozial sind und lieben Gruppenaktivitäten!
Hier können wir gemeinsam deine Reise planen und über deine Vorstellungen sprechen.
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