Erfahrungs­bericht

Work & Travel in Mexiko und Kolumbien – Meine Hostel-Erfahrung in Lateinamerika

Mein Tipp für zukünftige Teilnehmer ist es, einfach offen zu sein und mit wenig Erwartungen alles auf sich zukommen zu lassen. Lass dich einfach auf die ganzen Überraschungen, die auf dich warten, ein und genieße die Veränderungen und den Wachstum, den du dadurch erlebst.

Die Teilnehmende Izem strahlt in die Kamera

Während ihrer Reise nach Mexiko und Kolumbien durfte Izem zwei Monate voller neuer Erfahrungen, persönlichem Wachstum und unvergesslicher Begegnungen erleben. In Tulum (Mexiko) und Santa Marta (Kolumbien) arbeitete sie jeweils in Hostels an der Bar, lernte Menschen aus aller Welt kennen und konnte gleichzeitig ihr Spanisch täglich verbessern. Besonders Mexiko hat sie mit der Herzlichkeit der Menschen, der lebendigen Kultur und den traumhaften Stränden begeistert.

Neben der Arbeit hatte sie die Möglichkeit, beeindruckende Orte wie Cenoten in Tulum, Oaxaca, Mexico City, Medellín oder Cali zu entdecken. Vor allem die Zeit in Cali, der Salsa-Hauptstadt Kolumbiens, bleibt ihr bis heute besonders in Erinnerung. Die Reise hat ihr Selbstvertrauen gestärkt, ihren Horizont erweitert und ihr gezeigt, wie bereichernd es ist, offen auf neue Kulturen und Menschen zuzugehen.

IZEM'S PROGRAMM

Meine Vorbereitungszeit

Mein langjähriger Wunsch war es, Spanisch zu lernen und das am besten direkt vor Ort in einem spanischsprachigen Land. Länder wie Mexiko oder Kolumbien haben mich schon immer sehr angesprochen und bevor ich meine Reise begonnen habe, habe ich erstmal einen 6-wöchigen Sprachkurs in Spanien gemacht, um mich sprachlich auch vorzubereiten. Das war mir persönlich sehr wichtig. Meine Reise nach Mexiko und Kolumbien habe ich recht kurzfristig gebucht, circa einen Monat vorher. Ich bin so froh, dass WanderWorld mir so entgegengekommen ist und kurzfristig etwas ermöglichen konnte. Gemeinsam haben wir die Hostel Experience erstmal in Mexiko und dann in Kolumbien, jeweils einen Monat, organisiert. Ich wurde sehr gründlich vorbereitet, besonders was die Sicherheit angeht. Man bekommt ja einiges mit, jedoch öfter nur das Negative als das Positive. Ich finde es ist äußerst wichtig nicht zu voreingenommen zu sein, was die Sicherheit betrifft, es ist einfach nur wichtig, sich gut vorzubereiten. Die Menschen dort sind sehr freundlich und hilfsbereit und ich habe mich sehr willkommen gefühlt. Vor der Reise hatte ich generell die Sorge, wie und ob ich mich überhaupt in einem neuen Land zurechtfinden werde. Also bin ich mit wenig Erwartungen in die Reise gestartet und wollte alles einfach auf mich zu kommen lassen. Mit WanderWorld als Ansprechpartner habe ich mich dabei sehr sicher gefühlt.

Die ersten Tage

Meine Ankunft in Cancún, Mexiko, verlief sehr gut und ich bin von dort aus mit einem kleinen Bus nach Playa del Carmen in ein Hostel gefahren, da dort am nächsten Tag die Einführungsveranstaltung stattfinden würde. Der Transport und das Hostel wurde durch WanderWorld organisiert. In Hostels zu bleiben und mir ein Zimmer mit anderen Reisenden zu teilen war etwas ganz Neues für mich, wo ich auch, ehrlich gesagt, Bedenken hatte, wie mir das gefallen würde. Ich muss aber sagen, dass ich mich mich super schnell daran gewöhnt und mich auch wohl gefühlt habe. Am nächsten Tag sind wir für die Einführungsveranstaltung zu einer Cenote gefahren und danach waren wir was essen. Am Tag darauf bin ich mit dem Bus weiter nach Tulum gefahren, wo mein erstes Programm starten sollte. Mein Einstieg dort war sehr ungezwungen und ich habe sehr schnell neue Leute kennengelernt, sowohl meine Arbeitskollegen als auch Hostelgäste. Das Hostel in Tulum war sehr belebt und es war direkt bei meiner Ankunft viel los. Mich in dieser neuen Welt einzuleben, war ziemlich einfach.

Circa ein Monat später verlief meine Ankunft in Cartagena, Kolumbien ebenfalls reibungslos. Ich wurde von einem Fahrer abgeholt, der mich in ein Hostel brachte. Am nächsten Tag habe ich mich mit meiner Ansprechperson getroffen und er hat mir Cartagena gezeigt und auch vieles über die Geschichte der Stadt erzählt. Das war sehr interessant und wir sind ebenfalls was Essen gegangen und abschließend haben wir in seinem Café einen Kaffee getrunken. Am nächsten Tag bin ich mit dem Bus nach Santa Marta gefahren. Die Fahrt verlief sicher. Das Hostel in Santa Marta war um einiges ruhiger. Mich hier einzuleben hat etwas länger gedauert, denn Kolumbien ist ganz anders als Mexiko. Ich muss sagen, ich habe mich schon etwas in Mexiko verliebt, daher war es generell für mich etwas schwer, mich von Mexiko zu lösen und mich im neuen Programmort einzuleben.

Ein Tag im Hostel Experience Projekt

In Tulum habe ich an der Bar des Hostels gearbeitet, 6 Tage die Woche. Meistens habe ich abends gearbeitet. Ich hatte schon viel Erfahrung in der Gastronomie, jedoch habe ich nie hinter der Bar gearbeitet. Ich wurde direkt von der Barchefin gut eingearbeitet und hatte nach wenigen Tagen schon alles drauf. Es hat echt Spaß gemacht, Cocktails zu mischen, mit meinem Arbeitskollegen zusammen zu arbeiten und mit so vielen Leuten ins Gespräch zu kommen, während ich sie bediente. Ebenfalls konnte ich während der Arbeit mein Spanisch weiter üben. Mit dem Manager habe ich mich sehr gut verstanden und er hat immer dafür gesorgt, dass bei mir alles in Ordnung ist.

In Santa Marta habe ich auch an der Bar des Hostels gearbeitet und wurde auch dort sehr gut eingearbeitet. In dem Hostel verliefen die Abende meistens ruhig. Mir hat sehr gefallen, dass die Bar auf der Terasse des Hostels war. Von dort konnte man jeden Abend die schönsten Sonnenuntergänge beobachten.

Meine Freizeit in Tulum und Santa Marta

In Tulum bin ich in  meiner Freizeit meistens mit dem Fahrrad zum Strand gefahren, habe Cenoten in der Nähe besucht oder habe andere Beschäftigungen gefunden. Mal mit meinen Arbeitskollegen, mal mit Reisenden, die ich im Hostel kennengelernt habe und mal auch alleine. Es ist so einfach, neue Leute kennenzulernen, man braucht gar nicht schüchtern sein, da die meisten die man trifft, selber auch sehr aufgeschlossen sind. Mit meinen Arbeitskollegen habe ich mich gut verstanden und die besten Momente waren, als wir alle zusammen zum Feiern ausgegangen sind, nachdem wir die Bar im Hostel geschlossen haben. Andere Hostelgäste waren meistens auch immer dabei. Die Strände und Cenoten in Tulum bzw. in der Nähe sind traumhaft schön.

Zwischen beiden Programmen hatte ich eine Woche Freizeit und diese habe ich in Oaxaca und in Mexico City verbracht. In Oaxaca habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die zur selben Zeit auf Reisen war. Oaxaca ist eine traumhaft schöne Stadt und dort sind wir auch zum Lucha Libre gegangen. Das war eine einmalige Erfahrung und es hat so viel Spaß gemacht. In Mexico City habe ich eine Hot Air Baloon Tour über die Pyramiden von Teotihuacán gemacht. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, so in der Luft zu schweben.

In Santa Marta hatte ich während der Woche mehr Freizeit, da ich nur 4 Tage die Woche gearbeitet habe. In meiner freien Zeit habe ich verschiedene Trips gemacht, z.B. in naheliegende Orte wie Minca, Taganga oder Playa Inca. Ich habe aber auch einen Kurztrip nach Medellin gemacht. Nachdem ich mein Programm beendet habe, bin ich ebenfalls noch nach Cali gereist, wo ich private Salsa-Stunden genommen habe und abends mein Gelerntes dann in den besten Salsa-Bars anwenden konnte.

Meine Erfahrung mit der Kultur

Ich habe mich sehr willkommen gefühlt, besonders in Mexiko. Generell bin ich total begeistert von diesem Land und möchte dort wieder so schnell wie möglich hin. Die meisten Leute waren immer super herzlich und immer erfreut, wenn ich mit ihnen mein Spanisch üben wollte. Dadurch konnte ich viel über ihre Kultur, ihre Gewohnheiten und ihren Humor kennenlernen. Ich konnte viele Mexikaner, Kolumbianer und Argentinier kennenlernen und jede Begegnungen war eine Bereicherung für mich. Es hat sehr Spaß gemacht, über die Unterschiede in ihrer Sprache zu lernen. In Tulum hatte ich auch ein paar Spanisch Unterrichtsstunden mit einem mexikanischen Lehrer. Durch ihn konnte ich auch vieles über die mexikanische Kultur kennenlernen, insbesondere über die Bedeutung von Spiritualität und dem Tod in ihrer Kultur.

Meine schönsten Momente

Einer der schönsten Momente habe ich an meinem letzten Tag in Tulum erlebt, als ich mit meinen Arbeitskollegen und Hostelgästen meinen Abschied gefeiert habe. Es war ziemlich schwer, mich zu trennen, da ich echt ein familiäres Gefühl dort erlebt habe und ganz viele besondere Menschen kennengelernt habe. Außerdem war es der Ort, wo die Reise begonnen hat, daher hat es einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Was ich meinem Projekt mitgeben konnte

Ich denke, ich konnte einen Mehrwert bringen, weil ich schnell gelernt habe und viel Spaß an der Arbeit hatte. Ich denke ich konnte andere mit meiner lebensfreudigen Art anstecken und zu einer familiären Atmosphäre beitragen, egal wo ich war. Ich finde, wenn man generell einfach offen für Neues ist, so fällt es auch leichter, dass sich andere Leute dir gegenüber öffnen. ich habe echt tolle Leute kennengelernt und für wenige Tage Freunde gefunden, was ich sehr schätze und ich denke mein Gegenüber hat auch so gefühlt.

Mein Lieblingsort

Cali in Kolumbien hat mich total fasziniert. Ich war schon lange ein großer Fan von Salsa. Die Musik habe ich schon immer geliebt und ich habe so viel Spaß am Tanzen, daher bin ich auf nach Cali, der sogenannten Salsa-Hauptstadt, und habe dort getanzt. Das was Salsa Musik immer in mir auslöste, konnte ich nun dort ausleben und es bleibt mir immer in Erinnerung.

Meine Unterkunft

Ich habe mir in beiden Programmorten einen shared dorm mit meinen Arbeitskollegen oder anderen Reisenden geteilt. Ich habe mich meistens immer wohl gefühlt und es war täglich Putzpersonal da, die für die Hygiene gesorgt haben. Es gab bei beiden Orten eine schöne große Terasse, jeweils einen Pool und natürlich auch eine Küche, die ich nutzen konnte. Ich habe gar nicht von mir erwartet, dass ich mich in einem Umfeld, wo man sich alles mit anderen teilt, so schnell einleben und es mögen würde.

Warum ich Lateinamerika liebe

Wenn ich die Länder, in denen ich war und die Erfahrungen, die ich jeweils dort machte, mit drei Wörtern beschreiben müsste, wären es für Mexiko herzlich, humorvoll und großzügig. Für Kolumbien wären es lebhaft, locker und spielerisch. In Deutschland kommt einem sehr schnell alles so ernst und angespannt vor. In Mexiko und Kolumbien habe ich es so genossen, wie Zuneigung so offen gezeigt wird. Ich habe mich sehr zugehörig in diesen Ländern gefühlt und war begeistert davon, wie Extraversion und Neugier die Norm sind. Außerdem liebe ich auch Strände, daher habe ich mir auch Tulum und Santa Marta ausgesucht, um in der Nähe vom karibischen Meer zu sein. Ich möchte unbedingt wieder nach Mexiko, da es noch so viele Orte dort gibt, die ich noch sehen will und ich Freunde besuchen möchte, die ich während meiner Reise kennengelernt habe. Nach Kolumbien möchte ich auch gerne wieder zurück, insbesondere nach Cali.

Sicherheit vor Ort

Ehrlich gesagt, war ich anfangs etwas unsicher, was das unterwegs sein angeht, aber das legte sich auch schnell, sobald man sich mit dem neuen Land vertrauter gemacht hat. Es gibt viele Tipps, wie man sich sicherer fühlen kann, z.B. nachts nicht alleine unterwegs sein oder nur mit geringen Mengen an Bargeld unterwegs sein. Ich war wenn dann nur tagsüber alleine unterwegs und für die Nächte habe ich mich in Gruppen aufgehalten. Es gibt so viele Alleinreisende, da ist es ziemlich natürlich, dass man Leute findet, mit denen man zusammen ausgehen kann. Oder wenn ich mal am Reisen war, zum Beispiel mit längeren Busfahrten oder Flügen, habe ich es so organisiert, dass ich noch vor Dunkelheit an einem neuen Ort ankomme. Ich kann verstehen, dass man Angst hat, aber überall kann etwas passieren, daher finde ich es super wichtig eine gute Mischung aus Intuition und Offenheit zu haben.

Wie mich die Reise verändert hat

Ich habe mich ziemlich verändert bzw. weiterentwickelt. Mein Selbstvertrauen und mein Reisebewusstsein sind so stark gewachsen. Die ganzen neuen Erfahrungen, die neuen Bekanntschaften, die neuen Lieder, die ich gehört habe und die ganz vielen Gespräche, die ich mit Menschen aus aller Welt geführt haben, haben meine ganze Realität verändert. Es gab mir ganz neue Perspektiven, denn wenn man so vieles neues kennenlernt und vor allem auch offen dafür ist, dann wird seine eigene Sicht auf das Leben viel bunter, als es vorher war. Außerdem hat mir diese Reise mir auch viel bei meinem Spanischlernen geholfen. Man sagt ja, für jede Sprache die du sprichst, lebst du ein neues, anderes Leben und genau so fühlte sich das an. Ich bin ziemlich stolz, dass ich all das gewagt habe, denn es kann sehr beängstigend sein, einen Traum zu erfüllen. Es wird sich aber immer lohnen, daher empfehle ich jedem, stets an sich zu glauben, denn es gibt immer mehr Lösungen als Probleme.

Meine Tipps für zukünftige Teilnehmer

Mein Tipp für zukünftige Teilnehmer ist es, einfach offen zu sein und mit wenig Erwartungen alles auf sich zukommen zu lassen. Lass dich einfach auf die ganzen Überraschungen, die auf dich warten, ein und genieße die Veränderungen und den Wachstum, den du dadurch erlebst. Wenn was mal nicht so läuft, wie man es plant, ist WanderWorld für einen erreichbar. Ich habe mich stets betreut gefühlt und wusste, dass wenn was ist, dass ich mich melden kann. Das was mich fast davon abgehalten hätte, nach Lateinamerika zu reisen, war die generelle Sorge, wie und ob ich mich in einem fremden Land, indem ich keinen kenne, zurechtfinden würde. Durch die Betreuung von Wanderworld, habe ich mich nicht alleine gefühlt und trotzdem unabhängig genug gefühlt, auf meine Weise die neuen Länder zu erkunden.

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