Erfahrungs­bericht

Zwischen Pferden, Hostels und Strand: Marla’s unvergessliche Zeit in Peru und Costa Rica

„Man realisiert, man ist nicht die Einzige, die sich Fragen stellt – und genau das verbindet sofort mit den anderen.“

Eine junge Reiterin sitzt mit Cowboyhut auf einem peruanischen Paso-Pferd

Von der Horse Ranch im Norden Perus bis zur Hostel Experience an den Stränden Costa Ricas – Marla’s fünf Monate in Lateinamerika waren geprägt von neuen Herausforderungen, unzähligen Begegnungen und einzigartigen Momenten. Schon ein Jahr vor ihrer Abreise begann sie mit dem Team von WanderWorld Travel ihre Reise zu planen und meint, besonders die ausgewählten Projekte sind ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen. In Peru angekommen, waren die ersten Tage überwältigend, aber sie konnte schnell in der Gemeinschaft der Freiwilligen ankommen. Dann durfte Marla eine Menge neue Erfahrungen sammeln – den Anfang machte die Ranch, wo sie viel über den Umgang mit Pferden lernen durfte. In Costa Rica arbeitete Marla in Hostels, betreute Gäste und konnte ihre Sprachkenntnisse verbessern. Und sie genoss ihre Freizeit mit allerlei Aktivitäten: Ausritte, Surfen, Ausflüge mit neuen Freunden. Besonders die offene Mentalität, die Lebensfreude und die kulturellen Besonderheiten Lateinamerikas haben Marla nachhaltig beeindruckt. Unvergessliche Erlebnisse – vom Machu Picchu bis zum Tanzen in Mancora – haben sie selbstständiger, offener und auch ein wenig gelassener gemacht. Ihre Reise hat ihr gezeigt, dass man mit Offenheit und Engagement überall Anschluss findet und unvergessliche Erinnerungen schafft.

MARLAS PROGRAMM

Meine Vorbereitungszeit

Ich wollte schon immer mal nach Süd-und Mittelamerika. Die Erzählungen von meiner damaligen peruanischen Nanny und die lateinamerikanischen Lieder, die wir auf dem Rückweg von der Schule immer auf dem Fahrrad zusammen gesungen haben, haben mich darüber nachdenken lassen, auch mal diese Länder zu bereisen. Ich habe die Reise ein Jahr im Voraus geplant, damit ich alles rechtzeitig vorbereiten kann. Nachdem ich mich auf der Website von Wanderworld informiert habe, sind mir die Horse Ranch in Peru und die Hostel Experience in Costa Rica nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Dafür habe ich mich letztendlich auch entschieden und habe einen Monat in Peru und zwei Monate in Costa Rica verbracht. Ich habe mir vor allem Gedanken darüber gemacht, was ich für Kleidung, aber auch für Medikamente mitnehmen sollte. Die Packliste und die Telefongespräche mit Wanderworld haben mir dabei weitergeholfen.

Die ersten Tage

In Peru angekommen fühlte ich mich zuerst durch die vielen neuen und unbekannten Eindrücke, wie zum Beispiel die Lautstärke, sehr überfordert. Als dann aber die Einführungsveranstaltung begann, habe ich mich an das Umfeld langsam gewöhnt und konnte alles beobachten und genießen. Im Hostel habe ich sofort die anderen Volunteers kennengelernt, mit denen ich den nächsten Tag verbracht habe. Sie kennenzulernen hat mich sehr gefreut und man realisiert, man ist nicht die einzige, die sich Fragen stellt und Gedanken hat zu Dingen, die noch unklar sind, wie zum Beispiel, ob es sicher genug ist, eine Tasche offen mitzunehmen, oder sie doch unter der Kleidung zu verstecken.

Ein Tag im Horse Ranch & Hostel Experience Projekt

Auf der Ranch sind jeden Tag alle Volunteers um ca. 9 Uhr aufgestanden. Nach dem Frühstück, was die Besitzerin jeden Morgen frisch gebracht hat, haben wir mit den Pferden trainiert, die Hunde gewaschen, uns in die Sonne gelegt oder aktuell anstehende handwerkliche Aufgaben am Hof erledigt. Manchmal sind wir ausgeritten oder haben zusammen mit den Gästen Ausflüge unternommen. Zeitgleich auf der Farm waren außerdem 5 Franzosen im selben Alter wie wir, wodurch wir zu einer großen Gruppe wurden und jeden Abend zusammen ins Dorf gegangen sind.
Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Vor allem ein Arbeiter auf dem Hof war sehr lustig.

Mein Projekt in Costa Rica war in zwei Hostels. Zuerst habe ich an der Rezeption gearbeitet und habe viel Neues dadurch gelernt. Im nöchsten Hostel habe ich am Pool gearbeitet und dort die Bar betreut. Dadurch bin ich mit den verschiedensten Menschen in Kontakt gekommen und konnte so auch mein Spanisch, aber auch Englisch, verbessern.

In Bezug auf die Aufgaben konnten wir auf der Pferdefarm bei der Ausbildung der Pferde helfen, die teilweise noch sehr jung waren. Beim Hostel konnte ich meine persönlichen Ideen mit einbringen und einen guten Kontakt zu den Gästen entwickeln. Auch Ausflüge mit ihnen haben sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mit einigen sogar jetzt noch Kontakt. Das Besondere ist ja, man kommt in eine Umgebung, die man nicht kennt, lernt Leute kennen, die in derselben Situation sind wie man selbst und durch den kulturellen Austausch zum Beispiel durchs Kochen, Sprechen und Spielen kommt man zusammen und profitiert von neuen Kenntnissen in all den genannten Bereichen. Man nimmt einfach so viel Neues mit, aber kann gleichzeitig auch sehr viel geben.

Meine Erfahrung mit der Kultur

Die Mentalität in Südamerika habe ich sehr bewundert, da die Menschen alles mit viel mehr Ruhe und Leidenschaft machen. Auch die Art und Weise wie sie tanzen können und dich immer mit offenen Armen empfangen ist sehr schön. Davon habe ich versucht, mir etwas abzuschauen.

Einige Sachen, die mich überrascht haben, sind die Einkaufsstraßen, welche immer nach einem Produkt geordnet sind. Man hat also eine ganze Straße lang nur Friseure. Außerdem erlauben die Taxifahrer, dass man manchmal auch zu 6 in ein 4er Taxi gehen darf, in Deutschland passiert das eher selten. Auch die starke Ausprägung des Christentums und die regelmäßigen Zeremonien der katholischen Kirche haben mich überrascht.

Außerdem habe ich mich immer gefreut, wenn ich bereits bekannte Gesichtern aus Hostels im nächsten Ort in Peru und auch in Costa Rica wiedergesehen habe.

Meine schönsten Momente

Natürlich habe ich sehr viel schöne und unterschiedliche Momente, die alle auf ihre eigene Weise schön sind, erlebt. Vom Ausreiten auf den peruanischen Feldern, über dem Tanzen auf der Bar in Mancora, bis hin zum Hitchhiken und das Surfen neben einer Insel in Puerto Viejo, das Wandern zum Machu Picchu und das Wiedersehen meiner Freunde, die mich in Costa Rica besucht haben, habe ich so viele Erinnerungen, die ich alle in meinem Herzen behalten werde.

Mein Lieblingsort

Besonders fasziniert hat mich Peru: Ich finde so schön, dass es noch nicht so stark amerikanisiert ist, und es sehr viele lokale Produkte und viel traditionelle Kleidung gibt. Auch die Touristenangebote sind immer noch an peruanische Bedürfnisse angepasst. Die Stadt Arequipa fand ich sehr schön. Im Tal, in der Stadt, hat man ein wärmeres Klima und viele Steingebäude. Vom Plaza de Armas kann man dann auf die schneebedeckten Berge schauen, wie zum Beispiel dem Misti Berg oder Chachani. Ich habe mich dort sehr sicher gefühlt und auch das große kulturelle Angebot wie die vielen Museen oder Workshops haben mich besonders gefreut.

Meine Unterkunft

Ich hatte die unterschiedlichsten Unterkünfte in den 5 Monaten, die ich gereist bin. Angefangen auf der Horseranch, wo wir uns zu zweit oder zu dritt ein Zimmer geteilt haben, in dem die Betten mit Mückennetzen ausgestattet waren, und wir ein kleines Wohnzimmer, einen Gasherd und ein kleines Waschbecken hatten. Danach bin ich ja 3 Wochen in Peru rumgereist, wobei ich immer in Mehrbettzimmern von 8 bis 15 Personen in Hostels geschlafen habe, woran man sich schnell gewöhnt hat. In Costa Rica habe ich während meines ersten Programms in einem shared dorm geschlafen, der aber manchmal auch komplett leer war, wodurch ich Zeit alleine hatte. In Puerto Viejo hatten wir eine Staff Raum, was ich cool fand, weil es mal wieder eine Abwechslung war. Dabei lernt man mehr auf seine Sachen, die man bei sich hat, zu achten. Zusätzlich realisiert man auch, ob man eine Person ist, die mit anderen zusammenleben kann oder eher nicht. Bei mir trifft ersteres zu. Was in allen Hostels gleich war, war die Klimaanlage. Davor musste ich mich immer schützen, damit ich mich nicht erkälte, man konnte aber auch immer bei der Rezeption nachfragen, damit sie diese niedriger stellen.

Warum ich Lateinamerika liebe

Die Offenheit der Menschen, die vielen anderen Reisenden, mit denen du dich austauschen kannst: Vor allem in Peru gibt es eine Route, die ganz viele Backpacker nehmen (von Lima nach Cusco oder andersherum), auf der du Leute immer wieder triffst und dich zusammen mit anderen auf den Weg machen kannst. Du erhältst zudem sehr viele gute Tipps, die dir im Vorhinein nicht mal das Internet gibt. Rede also unedingt mit mehreren Leuten über deine Pläne und so erhältst du viele gute Tipps. Außerdem habe ich dadurch von vielen Erzählungen gehört, dass sie Brasilien und Chile wärmstens weiterempfehlen. Dort geht dann wohl mein nächster Trip hin!

Sicherheit vor Ort

Ich habe in Peru mich mit den Volunteers von der Farm herumbewegt. Wenn man Sorgen hat, ob man alleine raus gehen kann oder nicht, sollte man immer die Einheimischen fragen, denn die wissen am besten Bescheid. Außerdem sollte man darauf achten, dass es durch den Tourismus immer nochmal höhere Preise für Touristen gibt, als für die Einheimischen. Deshalb haben wir oft die Preise verhandelt, was auch zu lustigen Konversationen zum Beispiel mit den Taxifahrern geführt hat.

Wie mich die Reise verändert hat

Diese Reise hat mir nicht nur gelehrt, selbstständiger Entscheidungen zu treffen, sondern auch Situationen besser einzuschätzen. Außerdem habe ich damit umzugehen gelernt, wenn ich mich in einer Situation befinde, die nicht ist, wie erwarte, ich aber versuche, das Beste draus zu machen. Man muss einfach mit einbeziehen, dass nicht jeder Ort so wie in den Vorstellungen ist. Der Freiwilligendienst hat mir gelehrt, wie ich auf Paso Pferden reite und generell wie man sich in einem Alltag auf der Farm bewegt. Die Hostel Experience hat zu meiner offenen Art nochmal beigetragen und mir möglich gemacht, auf alle Menschen, egal wie der erste Eindruck ist, zuzugehen und sie kennenzulernen. Dadurch hat man viele lustige Zufälle erfahren und die ein oder andere spannende Geschichte austauschen können.

Meine Tipps für zukünftige Teilnehmer

Der typische Tipp ist ja immer: „Nimm nicht zu viele Klamotten mit“, etc. Da ist natürlich was dran. Ein Tipp, den ich aber jedem mit auf den Weg mitgeben möchte, ist, dass man vor allem Dinge mitnimmt, die einem Komfort geben: zum Beispiel eine warme Decke, oder eine Hängematte. Etwas, was einem auch hilft in einer Art Routine zu bleiben. Da man im Ausland in eine komplett neue Routine kommt, tut es einem ab und zu auch mal gut, an die sonst so gewöhnte Routine erinnert zu werden, die man eventuell vorher zu Hause gepflegt hat. So nimmt man sich dann auch mal etwas „Me time“ und setzt sich an einem ruhigen Ort, zugedeckt, in seine Hängematte.

Wenn man plant, an einem Freiwilligenprojekt teilzunehmen, sollte man auf jeden Fall Engagement zeigen und offen sein. Einfach sich trauen, Menschen anzusprechen und in neue ungewohnte Situationen einzutauchen. In Peru ist man gut aufgehoben, wenn man die Natur und wandern liebt, in Costa Rica vor allem den „Pura Vida“ Lifestyle.

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