Erfahrungsbericht

EIN LAND UND VIER PROJEKTE – VERA ERKUNDET COSTA RICA

Ergreife jede Chance, die du in deinem Leben bekommst, denn manchmal geschieht dies nur einmal.

September 2021 - Februar 2022
Ver sitzt vor einem Fluss

Vera ist mit WanderWorld Travel für ein halbes Jahr nach Costa Rica gereist und hat dort an vier Projekten teilgenommen. Sie kümmerte sich im  Turtle Protection Projekt um Babyschildkröten, half im Rainforest Reserve Projekt bei der Aufforstung des Regenwaldes, trug im Wildlife Rescue dazu bei, Wildtieren wieder auf die Beine zu helfen und unterstützte die Kakaofarm. Ein wahres Erlebnis, welches sie in diesem Erfahrungsbericht gerne mit euch teilen möchte. Freut euch auf spannende Einblicke.

VERAS PROGRAMME:

Die ersten Tage

Im September war es endlich so weit. Voller Neugierde flog ich das erste Mal allein auf einen anderen Kontinent. Ich schlief kaum, da die Vorfreude sehr groß war und mir sehr viel durch den Kopf ging. Was mich wohl dort erwarten würde?

Mit den anderen Freiwilligen trafen wir uns gemeinsam am Ausgang des Flughafens in San José, Costa Rica. Dort wurden wir direkt von einem großen Shuttle abgeholt und zu unserem Hostel gefahren. Da von WanderWorld Travel alles organisiert wurde und eine sehr entspannte Atmosphäre vorherrschte, konnte ich mich direkt wohlfühlen.

Bevor es für die Freiwilligen in Costa Rica zum ersten Projekt ging, fand noch ein Einführungstag mit unserer Ansprechpartnerin Lisa statt. Hier hatten wir die Möglichkeit, uns alle gegenseitig kennenzulernen und uns mit dem Land und der Gegend vertraut zu machen. Um für diesen fit zu sein und mich an den Rhythmus zu gewöhnen, ging ich am Abend der Ankunft zeitig schlafen. Am nächsten Tag schlenderten wir mit ihr durch die gepflegten Parks von San Jose und besuchten einen bekannten Markt. Wir rundeten den Tag in einem typisch costa-ricanischen Restaurant mit lateinamerikanischer Live-Musik ab und bekamen unsere SIM-Karten für Mobile Daten überreicht. Somit konnten unsere Abenteuer in den verschiedenen Projekten starten!

Ein Tag im Wildlife Rescue & Rainforest Reserve Projekt

Für mein zweites Projekt ging es in ein Naturreservat mitten im Regenwald des Chirripó Nationalparks. Auf rund 1.500 Metern Höhe wohnten wir dort gemeinsam mit anderen Freiwilligen in einer Gemeinschaftsunterkunft. Es ist ein sehr idyllischer Ort, an dem man in der lebt und arbeitet, von Wasserfällen umgeben ist und jeden Morgen bei Vogelgezwitscher aufwacht.

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die gemeinsamen Spielabende und die Filmnächte mit allen Teilnehmern, die wir gemeinsam in unserem Gesellschaftsraum veranstalteten. Zudem fand wöchentlich ein traditionelles „Potluck“ statt, indem jeder eine Kleinigkeit zubereitete und wir gemeinsam miteinander aßen und quatschten. Es war sehr gesellig und auch abwechslungsreich, da zum Zeitpunkt meines Aufenthalts nicht nur Deutsche sondern auch Amerikaner, Ticos (so werden die Einwohner Costa Ricas genannt) und Niederländer mit am Tisch saßen.Gearbeitet haben wir von Montag bis Freitag für etwa 4 bis 5 Stunden pro Tag. Dabei konnten wir verschiedene Aufgabenfelder übernehmen. Wir bekamen beispielsweise die Möglichkeit an verschiedenen Touren und Führungen im Naturreservat teilzunehmen, um die Flora und Fauna im Regenwald kennen zu lernen. Zu unseren weiteren Aufgaben zählte es auch, Vögel zu beobachten, das Verhalten der Spezies zu dokumentieren und diese für die weiteren Dokumentationen zu fotografieren. Außerdem errichteten wir Wanderwege und halfen mit, Platz für die Aufforstung von jungen Bäumen zu schaffen.

 

Für mein vorletztes Projekt ging es für mich nach Cabuya ins Wildlife-Rescue-Center. Die Arbeit dort war sehr bereichert, da ich es geliebt habe, mich um die Tiere zu kümmern und diese zu versorgen. Im Tierschutzprojekt finden Tiere, die zum Teil schwerwiegenden Schicksalsschläge erfahren haben, eine vorübergehende Heimat. Durch unsere Unterstützung wurden Kapuzineräffchen, Brüllaffen, Aras, Eichhörnchen und Stinktiere wieder aufgepäppelt, damit sie später wieder in die Natur freigelassen werden können. Ich war zwar nur ein winziger Teil, der für sie das Futter zubereitet, die Tiere gefüttert und auch die Käfige gereinigt hat, doch ich habe etwas bezwecken können.

Wir erhielten jede Woche einen neuen Arbeitsplan, der Auskunft darüber gibt, ob es wir in der Früh- oder Spätschicht eingesetzt sind. Dadurch kann man seine Freizeit recht gut planen und entscheiden, was man an dem jeweiligen halben Tag unternehmen möchte. Das war recht gut, da ich so auch meine Zeit intensiv nutzen konnte, um gemeinsam mit meinen neuen Freundinnen etwas in Cabuya oder Montezuma zu unternehmen. Wir Teilnehmer waren in einem großen Haus gemeinsam in verschiedenen Zimmern untergebracht und hatten sowohl ein Yoga-Deck als auch einen Pool. Aus diesem Grund konnte ich nur die Tätigkeiten im Rahmen der Freiwilligenarbeit genießen, sondern auch die damit verbundene Freizeit.

Meine schönsten Momente

Zu meinen schönsten Erlebnissen zählen definitiv diejenigen, mit meinen hinzugewonnen Freundinnen und meinen Eltern, die mich vor Ort besucht haben. Auch die Besuche bei den verschiedensten Wasserfällen, die Sonnenuntergänge am Meer und die zahlreichen Naturreservate und Nationalparks mit abwechslungsreicher Flora und Fauna werde ich niemals vergessen. Ich bin unglaublich glücklich und dankbar darüber, dass ich diese Zeit erleben durfte und strahle wie ein Sonnenschein, wenn ich an die Zeit zurückdenke. Eine Zeit in meinem Leben, die ich für immer im Herzen trage werde.

Wie mich die Reise verändert hat

Dadurch, dass ich jetzt ein halbes Jahr in einer fremden und neuen Kultur auf einem Kontinent verbracht habe, auf dem ich zuvor noch nie gewesen bin war, habe ich sehr viel Neues gelernt. Ich habe jeden Moment sehr genossen und jeder noch so kleine Stolperstein hat mich sicherer und selbstbewusster gemacht. Kurzum, es hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Dieses halbe Jahr war unbeschreiblich schön, einfach eine unvergesslich Zeit. Ich bin so froh, dass ich Costa Rica als Land gewählt habe. Ich habe hautnah miterleben können, was Pura Vida bedeutet und welcher Lebensstil damit einhergeht. Ich konnte neue Freundschaften schließen und habe Momente für die Ewigkeit gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann.