Erfahrungsbericht

EMILY IM YOUTH DEVELOPMENT PROJEKT

Für mich waren die gemeinsamen Abende mit den Kindern, an denen man gesungen, getanzt, gekocht und zusammen gegessen hat, die schönsten Momente. Ich denke, für die Kinder sind das auch sehr schöne Erinnerungen. Wir sind wie eine kleine Familie zusammengewachsen und auch, wenn diese Abende irgendwann zur Normalität wurden, habe ich jeden einzelnen davon sehr genossen.

September 2021
Unsere Teilnehmerin Emily vor der Skyline von Cartagena

Emily hat den großen Schritt gewagt und ist im September 2021 mit WanderWorld Travel nach Kolumbien gereist. Dort unterstütze sie für einen Monat das Kinderhilfsprojekt auf Tierra Bomba, eine Insel in der Nähe von Cartagena. Erfahre hier, was sie aus ihrer Zeit im Ausland gelernt hat und was sie an der Kultur Kolumbiens besonders fasziniert hat.

EMILYS PROGRAMME:

Meine Vorbereitungszeit

Für die Vorbereitung auf meine Reise habe ich mir die Packliste von WanderWorld angeschaut und selbst noch einige persönliche Sachen ergänzt. Nach und nach habe ich versucht, die Liste abzuhaken. Ganz altmodisch habe ich mir einen Reiseführer gekauft und diesen bei jeder Gelegenheit durchgelesen und so immer mehr über Kolumbien und Guatemala herausgefunden. Außerdem habe ich verschiedene Blogs im Internet gelesen, sowie die Erfahrungsberichte der ehemaligen Teilnehmer, um noch ein paar Tipps zur Reise zu bekommen.

Die ersten Tage

In Kolumbien war alles neu, aber zugleich auch so spannend. Ich hatte kaum Zeit vor der ungewohnten Umgebung Angst zu haben oder mich unwohl zu fühlen, da ich direkt die anderen Teilnehmer getroffen habe und wir somit als Gruppe alles kennenlernen durften. Selbst wenn man am Anfang noch etwas überfordert ist und nicht weiß, wohin mit den neuen Eindrücken und der so unterschiedlichen Kultur, dauert es doch nur ein bis zwei Tage, bis man sich eingefunden hat.

Ein Tag im Youth Development Projekt

Ich habe fast täglich Workshops mit den Kindern gehalten und dementsprechend an den anderen Tagen die Workshops vorbereitet. So haben wir zum Beispiel Utensilien gekauft und geplant, was wir den Kindern vermitteln möchten. Wenn keine Workshops anstanden, haben wir alle zusammen mit den Kindern gespielt, gelesen oder andere Dinge erlernt. Zu den Essenszeiten haben wir gemeinsam gekocht und im Anschluss gegessen. Auch außerhalb der Arbeitszeiten haben wir Zeit mit den Kindern verbracht und sind zum Beispiel an den Strand gegangen oder haben die Abende in den Gemeinschaftsräumen verbracht.

Meine Freizeit in Cartagena

In meiner Freizeit habe ich die Umgebung erkundet. An manchen Tagen bin ich einfach nur am Strand in unmittelbarer Nähe geblieben, manchmal bin ich auch etwas weitergelaufen. Wir haben auch oft Tagestrips nach Cartagena unternommen, dort gab es immer etwas zu sehen und man konnte eins der vielen Restaurants austesten. An den Wochenenden, oder wenn ich ein paar Tage frei hatte, haben wir die karibische Küste von Kolumbien erkundet.

Meine Erfahrung mit der Kultur

Meine Erfahrungen mit der Kultur waren mehr als positiv. Die Offenheit, Großzügigkeit und Fröhlichkeit der lateinamerikanischen Bevölkerung haben mich wirklich sehr begeistert. Das war bereits bei den Kindern anzumerken und auch den Mitarbeitern des Projekts oder einfach Leute, die man auf der Straße getroffen hat und die einem ihr größtes Lächeln geschenkt haben. Diese Leute verlieren nie ihr Lachen, egal wie wenig sie besitzen. Da auf der Tierra Bomba eher einkommensschwache Familien leben, die oft nicht mal Geld für das Nötigste haben, haben sie mir gezeigt, was Lebensfreude bedeutet und wie unwichtig es ist, was oder wie viel man besitzt.

Meine schönsten Momente

Für mich waren die gemeinsamen Abende mit den Kindern, an denen man gesungen, getanzt, gekocht und zusammen gegessen hat, die schönsten Momente. Ich denke, für die Kinder sind das auch sehr schöne Erinnerungen. Wir sind wie eine kleine Familie zusammengewachsen und auch, wenn diese Abende irgendwann zur Normalität wurden, habe ich jeden einzelnen davon sehr genossen.

Warum ich Lateinamerika liebe

Die Leute, der Lebensstil, die Natur. Am Meisten die positive Lebenseinstellung der Einwohner Lateinamerikas. Teilweise haben sie existenzielle Probleme, bleiben aber immer optimistisch und sind füreinander da. Egal wie wenig man besitzt, sie sind immer hilfsbereit denen gegenüber, die noch weniger haben. Ich hoffe, ich konnte mir ein bisschen von dieser wunderbaren Art abgewinnen.

Wie mich die Reise verändert hat

Ich habe eine ganz neue Perspektive gewonnen und gelernt, die einfachen Dinge wertzuschätzen. Ich habe auch gesehen, wie einfach es ist, mit wenig auszukommen und wie privilegiert ich zu Hause bin. Ich werde Dinge nie wieder für selbstverständlich nehmen, die ich davor gar nicht infrage gestellt habe.

Meine Tipps für zukünftige Teilnehmer

Ich kann jedem nur raten, so eine Reise anzutreten. Es lohnt sich, mal aus seiner Komfortzone herauszukommen und sich etwas zu trauen. Das Unbekannte, was einem anfangs eventuell Angst macht, wird irgendwann zum Alltag und dann möchte man es nicht mehr missen. Jedes Land hat auf seine eigene Art so viel zu bieten und es kann einen einfach nur in seinen Bann ziehen. Man wird es nicht bereuen.