Erfahrungs­bericht

JANINE IN COSTA RICA – FREIWILLIGENARBEIT IM TURTLE PROTECTION UND NATIONALPARK PROJEKT
Es war toll, viele neue Menschen kennenzulernen und sich über unterschiedliche Kulturen und Interessen auszutauschen.
Mai - Juni 2023
Unsere Teilnehmerin Janine
Unsere Teilnehmerin Janine plante ihren Auslandsaufenthalt in Costa Rica mit einem Monat Freiwilligenarbeit und einem Monat anschließende freie Reisezeit. Als Volunteer unterstützte sie das Turtle Protection Projekt in Montezuma und den Nationalpark in Tortuguero und konnte dabei tolle Menschen kennenlernen und schöne Ausflüge in die Umgebung machen.

JANINES PROGRAMME:

Die ersten Tage

Ich habe meine Reise ca. 2 Monate vor meiner Abreise gebucht und mich auch während dieser Zeit auf das bevorstehende Abenteuer vorbereitet. Dabei hat mir das Vorbereitungspaket von WanderWorld Travel sehr geholfen, sodass ich nichts Wichtiges vergessen habe. Die ersten 2 Tage habe ich gemeinsam mit 3 anderen Volunteers in der Hauptstadt verbracht. Durch die Einführungsveranstaltung haben wir viel über das Land, die Stadt und auch die Kultur gelernt. Wir waren gemeinsam mit Lisa auf dem Markt und haben unbekannte Früchte probiert. Außerdem haben wir unsere SIM-Karte bekommen und gemeinsam eingerichtet. Zum Projekt bin ich dann gemeinsam mit den anderen Freiwilligen mit dem Bus gefahren. Vor Ort wurde uns die Einrichtung gezeigt und der Tagesablauf erklärt. Wir Mädels haben in einem gemeinsamen Zimmer geschlafen und uns ein Bad geteilt. Es gab eine Terrasse, wo wir gegessen haben und einige Hängematten, in denen man nach der Arbeit entspannen konnte.

Ein Tag im Turtle Protection & Nationalpark Projekt

Da wir im Turtle Projekt zur Nebensaison der Schildkrötenzeit in Montezuma waren, konnten wir nicht allzu viele Schildkröten sehen. Unsere Hauptaufgabe war es den Sand, wo die Schildkröteneier eingegraben waren, zu wechseln. Der umzäunte Teil mit den Eiern wird „Hatchery“ genannt. Das haben wir meistens morgens gemacht, wenn noch Schatten vor Ort war. Dabei haben wir auch viele andere Tiere gesehen, wie Leguane, Affen und ganz viele Geckos. Außerdem konnten wir Mangos frisch vom Baum essen. Außerdem gab es eine Katze und einen Hund (Luna). Die Hündin hat uns immer zur Hatchery begleitet und wir haben viel mit ihr gespielt. Wenn wir nicht den Sand in der Hatchrey gewechselt haben, haben wir das Freiwilligenhaus geputzt oder Arbeiten zur Instandhaltung erledigt. Ab und an waren wir bei der Schule im Ort und haben dort das anfallende Laub beseitigt. Wir haben das Projekt mit unserer Arbeit unterstützt und so dazu beigetragen, dass die wichtige Arbeit des Projekts und der Schutz der Schildkröten fortgesetzt werden kann. Im Nationalparkprojekt in Tortuguero haben wir viel im Garten gearbeitet, diesen aufgeräumt und neue Pflanzen eingesetzt. Es gibt auch ein Gewächshaus, dort müssen das Gemüse und Obst jeden Tag gegossen werden. Ansonsten waren wir am Eingang einer der zwei Sektoren des Nationalparks und haben die Tickets der Besucher kontrolliert und sie auf Verhaltensregeln hingewiesen. Dort konnten wir die Kanäle auf eigene Faust mit dem Kajak erkunden, durch das Dorf Tortuguero oder den Nationalpark laufen und an den Strand gehen.

Meine Freizeit in Montezuma

Nach der Arbeit waren wir am Strand (z.B. Playa Grande) oder haben Karten gespielt. An einem freien Tag haben wir einen Ausflug zu Isla de Tortuga gemacht, dort konnte man schnorcheln und später gab es auf der Insel ein Mittagessen. Der Ausflug zur Isla Tortuga hat mir sehr gut gefallen, weil die Natur so schön war, wir haben viele tolle Tiere gesehen und hatten eine tolle Zeit zusammen. Wir waren auch öfters bei den Wasserfällen in Montezuma, man kann dort 3 verschiedene Wasserfälle sehen und von oben ins Wasser springen. Montezuma hat mir gut gefallen, die unendlich langen Strände sind so beeindruckend. Und abends am Strand konnte man wahnsinnig viele Sterne sehen und manchmal sogar die Milchstraße!

Meine Erfahrung mit der Kultur

Die Menschen in Zentralamerika sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe ich nie bedroht oder nicht sicher gefühlt. Es war toll, viele neue Menschen kennenzulernen und sich über unterschiedliche Kulturen und Interessen auszutauschen. Außerdem war ich sehr beeindruckt davon, dass die Leute dort wirklich zu jeder Mahlzeit Gallo Pinto, also Reis mit Bohnen, essen können.

Wie mich die Reise verändert hat

Durch die Reise lernt man so viel, vor allem, wenn man das erste Mal allein unterwegs ist. Allgemein lernt man wahnsinnig viel über die andere Kultur und das Leben dort, das andere Essen, viele frische Früchte usw. Ich denke ich bin jetzt etwas selbstsicherer geworden, um allein auf Reisen zu gehen und auch dass man nicht immer den perfekten Plan braucht, um tolle Dinge zu erleben. Nachdem ich in Costa Rica war, möchte ich unbedingt noch mehr Länder Zentralamerikas sehen. Ich habe sehr viel Gutes von Guatemala und Mexiko gehört und möchte dort auf jeden Fall noch hin.

Meine Tipps für zukünftige Teilnehmer

Ich würde empfehlen, sich einfach überraschen und es auf sich zukommen zu lassen. Man sollte auf jeden Fall offen für alles sein und sich gerne mit neuen Leuten unterhalten. Man sollte sich darauf einstellen, dass man sehr nah an der Natur lebt, daher sind ständig viele Tiere um einen herum, auch einige, die man vielleicht nicht unbedingt in seiner Nähe haben möchte. Die Umstände in Zentralamerika sind sehr viel einfacher als in Europa, aber man gewöhnt sich schnell daran und merkt, dass man auch so gut zurechtkommt. Die Zeit läuft dort langsamer als in Europa, alles ist entspannter und wird nicht ganz so ernst genommen. Auch Busfahrzeiten sind teilweise eher eine grobe Orientierung, wann der Bus kommt. Man muss sich wirklich darauf einstellen, dass man nicht alles im Voraus planen kann, aber manchmal ist es auch ganz schön einfach draufloszugehen und es auf sich zukommen zu lassen. Nach einer Weile habe ich mich total daran gewöhnt und bin viel entspannter herumgereist. Man kann sich eigentlich immer darauf verlassen Hilfe zu bekommen, wenn man Einheimische nach dem Weg oder Busfahrtzeiten fragt. Hier ist es sehr von Vorteil ein bisschen Spanisch zu sprechen, da nicht alle Menschen Englisch können.

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